5 Fragen an … Philipp Stursberg

Foto: Special Sport Shoots by Caro Engel

Foto: Special Sport Shoots by Caro Engel

Es geht in die zweite Runde mit der Rubrik „5 Fragen an…“ und dieses Mal haben die Fans in unserer Facebook-Gruppe „Lübeck Cougars Fanbetreuung“ abgestimmt, wer sich denen als nächstes stellen sollte. Die Entscheidung war ziemlich eindeutig. Philipp Stursberg sollte es sein.

Und recht kurzfristig konnten wir uns auch kurz schliessen. Das Ergebnis lest Ihr hier.

Barbara: Die letzte Saison war ja Deine erste, die Du nur an der sideline verbracht hast. Was war das für ein Gefühl?

Philipp: Im Vorfeld der Saison 2015 hatte ich angenommen, dass es sehr schwer für mich werden würde, meine Schuhe an den berühmten Nagel zu hängen. Nach 19 Jahren aktivem Spielbetrieb wusste ich nicht genau, wie ich damit umgehen würde. Während der Saison 2014 hatte ich mir deshalb schon oft selbst gesagt, nimm alles auf was du noch erlebst und genieß dein letztes Jahr als Spieler in vollen Zügen. Das hat mir dann bei der Umsetzung des Retirements im letzten Jahr geholfen.

Dazu kamen aber noch zwei Faktoren. Der erste war der erneute Gewinn der Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft. So habe ich zwar meine Karriere nicht auf dem Höhepunkt abgeschlossen, aber mit einem Titel. Das half mir definitiv. Der wohl wichtigste Grund, der mir dabei half, und mir auch immer noch dabei hilft, nicht noch mal wieder einen Gedanken an ein Comeback zu verschwenden, ist meine Gesundheit. 19 Jahre Football haben definitiv ihre Spuren hinterlassen… es wurde einfach Zeit. So viel zu meiner Verarbeitung der Vergangenheit.

Als Coach habe ich das erste Jahr als sehr schön empfunden. Es war jetzt kein Neuland für mich, da ich 2003 schon mit dem Coachen begonnen habe. Mit meinem Bruder Stephan zusammen zu arbeiten ist für mich immer ein wundervolles Erlebnis. Familie und Hobby verbinden zu können ist einfach ein Segen. Ich werde ihn dieses Jahr an der Sideline sehr vermissen. Auch mit Mark Holtze arbeite ich sehr gerne zusammen, und habe letztes Jahr wieder viel von ihm gelernt. Dieses Jahr eben nur als Coach und nicht mehr wie zuvor als Spieler.

Barbara: Nach der Saison ist ja vor der Saison: wie laufen die Vorbereitungen für die 2016er Saison bisher, bist Du zufrieden mit dem Stand der Dinge?

Philipp: Wir haben im Winter eine andere Herangehensweise an die Offseason gewählt. Wir haben alle Altersklassen gemeinsam trainiert. Einmal ein Grundlagen Technik- Programm mit Anteilen für Kondition. Gleichzeitig haben wir für Spieler, die schon länger Football spielen ein Athletik- Programm angeboten. Somit haben wir versucht, für alle im Verein eine Grundlage im Winter zu schaffen. Viele Spieler der ersten Herren haben im Winter aber ihre eigene Routine im Fitnessstudio oder auf der Laufbahn. Insofern ist es für diese kein Pflichttraining. Also werden die ersten Wochen im Februar wirklich zeigen, wie die Jungs sich entwickelt haben. Das Recruiting von amerikanischen und europäischen Spielern ist schon weit fortgeschritten. Ich glaube wir haben lange nicht mehr so viele Imports zu einem so frühen Zeitpunkt bekannt gegeben. Aber das weiß der interessierte Leser ja schon längst. Hier macht unser Headcoach Willie Robinson jedes Jahr einen sehr guten Job.

Barbara: Worauf freust Du Dich in der neuen Saison am meisten?

Philipp: Für mich ist einer der wichtigsten Gründe zu coachen, das Weiterentwickeln von Spielern. Wenn ich sehe wie sich ein Spieler über eine Saison hinweg weiter entwickelt, oder auch darüber hinaus, ist es für mich das schönste Erlebnis als Coach, diese Entwicklung begleiten zu dürfen. Es ist für mich jedes Jahr aufs Neue ein Vertrauensbeweis, wenn Spieler sich wieder dazu entschließen für einen weiter zu Spielen. Je länger man einen Spieler begleitet, desto schöner ist es für mich zu sehen, wie sich jemand vom kompletten Anfänger zum Starter in der 2. Bundesliga entwickelt. Oder wenn diese Entwicklung schon in der eigenen Jugend angefangen hat. Natürlich mache ich es nicht nur für andere, es ist ja schließlich mein Hobby. Und dies mit z.B. meinem Bruder, oder Mark Holtze und meinen Freunden ausüben zu können gibt mir persönlich sehr viel.

Barbara: Wie schätzt Du die Ligakonkurrenten ein? (Cardinals, Royals, Dolphins, Crocodiles, Gamecocks, Bulldogs, Badgers)

Philipp: Die zweite Bundesliga wurde über die letzten Jahre immer ausgeglichener. Manche Mannschaften haben sich mittlerweile etabliert und sind ernst zu nehmende Gegner, wie z.B. die Bonn Gamecocks und die Cologne Crocodiles. Immer wieder spannende Spiele. Vor allem bei diesen beiden Mannschaften bekommt der Auswärtsfaktor immer wieder eine besondere Note. Nicht jeder Amateursportler nimmt eine 7 Stunden Busreise an seinem Wochenende auf sich. Somit ist man meist mit einem Rumpfkader unterwegs. Dafür hat man danach immer ein sehr gutes Bild, wer wirklich hinter der Mannschaft steht. Genau so geht es aber auch diesen Mannschaften, wenn sie dann die weite Reise ins wunderschöne Lübeck antreten. Die Paderborn Dolphins und Potsdam Royals sind zwar noch nicht so lange in der Liga, haben sich aber sehr schnell gefunden und sind auch nicht zu unterschätzen. Genau diese beiden Mannschaften haben auch mein Bild von Aufsteigern aus der Regionalliga geändert. Früher habe ich nie so viel Respekt vor Aufsteigern gehabt. Vor allem diese beiden Mannschaften haben sich aber nicht nur schnell etabliert, sondern auch deutliche Akzente gesetzt. Ich bin gespannt, ob Ritterhude und Essen sich ebenfalls so schnell finden werden. Alles in allem freue ich mich auf 2016 und hoffe wieder auf eine spannende Liga.

Barbara: Und jetzt mal die Frage an den Profi… Butter bei die Fische: auf wen soll ich meine hartverdienten Euros im Superbowl setzen?

Philipp: Da wird es für mich immer nur eine Antwort geben: New England Patriots 🙂
Eine Mannschaft, die die Entwicklung von Spielern perfektioniert hat. Dieses Jahr haben sie wieder bewiesen, dass sie trotz vieler Ausfälle eine Playoff Mannschaft sind.

 

Das waren sie, die 5 Fragen an Philipp. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Obwohl ich Dir die Patriots persönlich übel nehme 🙂

Viel Spaß in der neuen Saison und ich freue mich auf viele spannenden Spiele.

Wer soll sich als nächstes den 5 Fragen stellen? Einfach hier einen Kommentar hinterlassen oder in unserer Facebook-Gruppe abstimmen.

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2015 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 1.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 23 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

5 Fragen an …. Jan Wulf

#1 Jan WulfGestern kam die Nachricht über den Ticker, dass Jan Wulf, unsere No. 1, sich nach 17 Jahren dazu entschieden hat, seine Footballschuhe an den Nagel zu hängen. Ich habe  ihn mir gleich geschnappt, beiseite genommen, um mal ein paar ernste Takte mit ihm darüber zu reden.

Das ganze natürlich rein virtuell und ohne blaue Flecke 🙂

 

Als Ergebnis hat Jan sich als erster Teilnehmer meiner neuen Ecke „5 Fragen an…“ gestellt.

Barbara: Wie fühlst Du Dich heute am Tag 1 Deines „passiven Football-Lebens“?

Jan: Im Moment fühlt es sich einfach nur an, wie der erste Tag der Offseason nach einer langen Saison. Kein unbekanntes Gefühl also. Dass ich auf einmal Alumni bin, realisiere ich bestimmt erst im Frühjahr, wenn die Trainingcamps wieder beginnen und es langsam auf die Saison zugeht. Das wird garantiert ein merkwürdiges Gefühl sein, wenn man plötzlich nicht mehr dazu gehört.

Barbara: Wie kam es zu der Entscheidung? War das ein langer Prozess oder bist Du eines Tages aufgewacht und hast gewusst „Das war’s“?

Jan: Es war eine Entwicklung. Zum einen konnte ich meine Leistung schon immer relativ gut einschätzen und habe gemerkt, dass ich in den vergangenen Jahren der Mannschaft nicht mehr so helfen konnte, wie ich es gerne wollte. Ein großes Problem war allerdings, dass wir auf der Receiver-Position oft sehr dünn besetzt waren – und ich hätte das Team nie im Stich gelassen. Jetzt ist die Situation so, dass  mehrere super Jungs aus der U19 hochgekommen sind. Zum Beispiel Sascha Hamp und Alexander Osilik. Die haben eine große Zukunft vor sich. Jetzt kann ich beruhigt zurück treten.

Barbara: Hast Du aus den 17 Jahren einen Lieblingsmoment, den Du rauspicken kannst? Oder auch zwei oder drei?

Jan: Einen einzigen Moment herauszuheben ist ganz schwer. Ganz besonders waren immer die Zeiten, wenn ich mit meinem Bruder Ole zusammen spielen konnte. Auch an meinen Touchdown im letzten Saisonspiel gegen Köln 2014 werde ich mich immer zurück erinnern. Genau wie an das 42:21 gegen Hamburg im selben Jahr, nachdem wir bereits mit 0:21 hinten lagen. Und natürlich an meine Jugendteamzeit, als wir 2003 ungeschlagen Meister in der 1. Jugendliga wurden.

Barbara: Wie wird Dein Football-Leben als „Nichtspieler“ aussehen?

Jan: Ich habe es ja schon angedroht, dass die Mannschaft mich nicht ganz loswird. Ich bleibe Pressesprecher des Vereins und habe einige Ideen, die ich bislang schlicht nicht umsetzen konnte, weil ich eben auf dem Spielfeld stand. Darauf freue ich mich jetzt.

Barbara: Und die berühmten „letzten Worte“?

Jan: Ich möchte mich einfach bei all meinen Trainern bedanken, die so viel Zeit investieren, damit wir auf dem Feld so gut wie möglich aussehen. Allen voran möchte ich Mark Holtze, Philipp Stursberg und Sascha Modest herausheben, die den Cougars-Football so intensiv leben oder gelebt haben und damit immer persönliche Vorbilder für mich sind.

 

Vielen Dank an Jan, dass er die „5 Fragen an …“ eröffnet hat.

Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft und bin mir sicher, ich spreche für alle von Euch. Und wir sehen uns im nächsten Jahr auf der Tribüne!!

Willkommen fühlt sich anders an..

Moin zusammen,

Mal vorweg

als erstes möchte ich mich bei allen für den verkorksten Ticker gestern auf twitter (@hlcougarsfans) entschuldigen!

Gestern war einer dieser Tage, an dem ich irgendwie alles verpeilt habe.

Die Auswärtsfahrt ging nach Hildesheim. In Frankfurt am Bahnhof habe ich dann festgestellt, dass ich mein Portemonnaie zu Hause habe liegen lassen. Zum Glück hatte ich mein Ticket auf dem Smartphone. Ich habe all meinen Charme (ja, ich KANN charmant sein ;)) spielen lassen, damit die Bahn mich ohne meine BahnCard mitnimmt.

Vom Hildesheimer Hbf hatte ich schon eine Mitfahrgelegenheit organsiert. Danke nochmal an Alena fürs Mitnehmen.. und noch ein größeres Dankeschön, dass Du mich an der Kasse bei den Invaders ausgelöst hast!

Und weiter geht’s mit Pleiten, Pech und Pannen. Ich habe mir extra eine „powerbank“ gekauft, damit ich mein Handy in der Halbzeitpause aufladen kann, um nicht am Ende wieder die letzten Minute zu verpassen. Die hatte ich auch mitgenommen, aber ratet mal, was zu Hause geblieben ist? Richtig! Das Ladekabel des Handys. Da musste ich dann leider schon mal einen „kurzen“ Ticker ankündigen.

Und im 3. Viertel hatte ich dann die große Erkenntnis! Auf dem Ding ist mein Rückfahrticket drauf!! Ich brauche das noch! Ich sage ja, total verpeilt gestern. Nochmal Entschuldigung dafür!

Und jetzt zum Spieltag 

Kurz nach dem Kickoff habe ich mich ganz erschrocken umgeguckt. In der „Gästekurve“ war es lauter, als zu Beginn auf dem Buniamshof! 😉 Es waren ca. 15-20 Cougars-Fans angereist und holla, haben die einen Rabatz gemacht. Das klang super!

Das Spiel begann mit einer blitzschnellen 7:0 Führung für die Invaders und einer starken Antwort von den Cougars. Und so ging es hin und her bis zum 21:21 kurz nach der Halbzeit. Ein negativer Höhepunkt während der ersten Halbzeit: Lucas Stadler musste mit einer Schulterverletzung raus, der RTW musste anrücken. Und sofort zeigte sich die #cougarsnation. Ich weiss nicht, wieviele Nachrichten nach Hause zu Lucas‘ Mama geschickt wurden, um Bescheid zu sagen, dass es nicht so schlimm ist und dass Lucas schon wieder Witze macht 🙂

Und nach dem Kickoff zur 2. Halbzeit? Da waren die Cougars auf einmal von der Rolle. Irgendwie ging alles schief. Die Invaders stürmten wieder und wieder in die Endzone. Besonders der QB der Invaders.

Entschuldigung, das konnte ich mir nicht verkneifen 😉

Und so kam es also, wie es kommen musste, das Spiel ging mit 51:39 verloren.

Das Drumherum

Dann kommen wir doch mal zu dem, was uns Fans drumherum so beschäftigt hat:

  • die Schiedsrichter
  • der Stadionsprecher
  • ein paar der Invadersfans
  • und wohl leider auch ein paar der Invadersspieler

Fangen wir mal bei den Referees an. Bei fast jedem 2. Spielzug wurde eine Flagge geworfen. Und dann mussten die Refs dem Whitehead erstmal erklären, warum sie geworfen haben und warum das auch ein Foul war. Mal ein Beispiel: was meint Ihr, was man als Spieler für ein „anfeuernd in die Hände klatschen und let’s Go an die Mannschaft“ an der line of scrimmage bekommt? Richtig! Ein „unsportliches Verhalten“. Auch scheinen 10 Meter bei jedem onsite kick neu vermessen zu werden. Wenn das bei Laurents catch, als er in die Luft gesprungen ist, keine 10 Meter waren, dann waren das beim nächsten Versuch, als das Ei 3x gekullert ist, auch keine. Man konnte unseren Spielern förmlich ansehen, wie angefressen sie waren. Ich habe Jamie noch sie so sauer erlebt. Mal abgesehen von der absoluten Einseitigkeit der Refs, kann ich es nicht ausstehen, wenn Schiedsrichter ein Spiel so ZERPFEIFEN, egal in welcher Sportart und egal für oder gegen welches Team. Manche der Damen und Herren schienen zu meinen, sie wären die Hauptakteure des Spiels – Schade!

Ohhhh…. kommen wir zu meinem Liebling des Tages: Der Stadionsprecher!

Kurz zusammen gefasst: Wie kann ein einziger Mensch so viel dummes Zeug sappeln? Das einzig gute, was von ihm gekommen ist, war die amerikanische Versteigerung in der Pause und die Einspielung der Jingles. Die fand ich wirklich prima. Ansonsten hat der nur Stuß geredet. Und übrigens, ein kickoff ist kein Leichtathletik-Weitsprung!!

Und erinnert Ihr Euch an unser Spiel letzte Woche gegen Bonn, als unser Dennis von den Refs aufgefordert wurde, die Musik während der Spielzüge auszumachen und nicht reinzureden? In Hildesheim wurde in fast jeden Spielzug reingequatscht.  Oder die Musik lief. Als dann endlich mal eine Strafe kam und wir Lübecker Fans applaudierten, kam einer der unmöglichsten und unfairsten Reaktionen, die ich in einem gegnerischen Stadion je mitbekommen habe.

Invadersfans? Ich sage nur SPARKASSE!!

Und lest Euch mal den offenen Brief des Lübeck Cougars Fanclub Cologne auf der Facebook Seite der Invaders durch, was das Verhalten von Fans und Spielern angeht. Unfassbar und unmöglich!

Und so war es dann auch nur ein logisches Resultat, dass keiner von uns länger als nötig dort bleiben wollte. Normalerweise bleibt man noch, schnackt ein bißchen mit den gegnerischen Fans, trinkt noch ein Bierchen oder auch Autofahrerwasser und beendet den Spieltag entspannt. Nicht so in Hildesheim. So schnell habe ich noch nie alle einfach verschwinden gesehen.

Schade drum!

Und auf der Rückfahrt? Liess ich wieder meinen Charme spielen 🙂

Sturmwarnung aufgehoben.. nee, doch nicht.. jetzt doch.. nee, wieder nicht

So ungefähr ging es am Sonnabend hin und her.

Es war der Beginn der Rückrunde in der GFL2, die Lübeck Cougars begrüssten ihren letzten Gegner der Hinrunde, die Bielefeld Bulldogs.

Morgens um 6 Uhr ging ein Gewitter über Lübeck runter und es kamen schon die schlimmsten Befürchtungen auf. Aber über den Tag hat sich das Wetter typisch norddeutsch nicht entscheiden können: Wolken und Sonne wechselten sich ab.

Um halb drei machte ich mich bei strahlendem Wetter auf den Weg an die Dankwartsbrücke zum Tailgaiten. Das Wetter muss einige doch beunruhigt haben, denn die Truppe vor Ort war klein, aber fein.

Die Glücklichen, die daheim geblieben waren!

Erst kamen nur ein paar Tropfen, ausserdem war es recht windig – man hat die also kaum bemerkt. Aber dann kam ein Platzregen vom feinsten. Wir haben uns zwar zum Unterstellen noch in die Büsche geschlagen, aber auch dort war nach 10 Minuten kein trockner Faden mehr am Leib. Also haben wir uns doch zum Buni aufgemacht. Zum Glück waren wir mit Pullis und Jacken ausgestattet, die in den Taschen einigermassen trocken geblieben sind… meine Güte, war das kalt!

Bis zum Kickoff um 17.30 zeigte sich das Wetter dann wieder von seiner sonnigen Seite. Was wohl mit ein Grund war, warum sich dann doch gut 800 Zuschauer auf dem Buniamshof einfanden.

Aber wie sollte es anders sein, mitten im 1. Viertel kam der erste Blitz und der Referee brach das Spiel sofort ab. Damit verstehen wir keinen Spaß! Aber es dauerte nicht lange, denn hinter den Bäumen wurde es sofort wieder hell. Nach knapp 15 Minuten tauchten die Spieler wieder auf und es konnte weitergehen.

Vor dem Spiel hatte ich dem Headcoach noch gesagt, ich hätte die Spitzenidee für ein perfektes verspätetes Geburtstagsgeschenk für mich … 😉

Aber was soll ich zu dem Spiel sagen? Es war zäh.. nein, es war zääääähhhhhhh….. so richtig wie Kaugummi. Keines der Teams kam so richtig auf Touren. Die Cougars gingen zwar mit 7:0 in Führung, aber absetzen konnten sie sich nicht. Im Gegenteil. Im letzten drive des Spiels lagen die Cougars mit 14:17 zurück und hatten eine letzte Chance, das Spiel für sich zu entscheiden.

Mit 0:01 Minuten auf der Uhr ging im 4. Versuch das Fieldgoal Team auf’s Feld, aber das sollte ein angetäuschter Versuch warden. Jamie rannte über die linke Seite, kam aber inches vor der Endzone ins Aus.

Es blieb also beim Endergebnis von 14:17 – so richtig haben die das mit dem „perfekten Geburtstagsgeschenk“ nicht verstanaden 😉

Beeindruckend war der Support der Bulldogs-Fans für ihr Team beim Auswärtsspiel!

Und besonders haben wir uns über den Besuch der Neustadt New Vikings gefreut – ein gerade gegründetes American Football Team aus Neustadt/Holstein, das wohl 2016 ins Spielgeschehen in Schleswig-Holstein eingreifen wird.

Also auf in die nächste Woche! Dort begrüssen wir auf dem Buniamshof nicht nur die Elmshorn Fighting Pirates, sondern auch die EFP Ultras. Wir freuen uns auf Euch!

Eine spassige Auswärtsfahrt – mit Tücken

Na, das war doch wieder mal eine spassige Auswärtsfahrt. Eineinhalb Stunden nach Bonn, das fahre ich doch sozusagen „im Schlaf“. Und trotzdem bin ich zu spät gekommen, denn während der Anreise kamen die Hilferufe von der Cougars Sideline: Leider hatten die Bonner es nicht für nötig befunden, bei der Hitze ein paar Tüten Eiswürfel für die Gäste bereit zu stellen. Also ran an die letzte Tanke vor dem Stadion und die Eistruhe geplündert. Im Nachhinein habe ich mitbekommen, dass der anwesende Coach der Cologne Crocodiles extra für uns nochmal los ist, um einen Eisbeutel aufzutreiben. Coaches sind also auch Friends! Danke dafür!

Und was soll ich sagen? Einmal kurz nicht aufgepasst und dann passiert sowas:

Das war wieder eines dieser Spiele, bei denen ich alleine in der Fankurve stand. Und dann konnte ich noch nicht mal lautstark anfeuern, eine Stimmbandentzündung hat mich ausser Gefecht gesetzt. Eigentlich komplettes Sprechverbot – und wenn ich es denn nicht lassen kann, leise und tief. Das habe ich hingekriegt. Also stand ich mit hochgerissenen Armen an der Sideline und habe stumm gejubelt. Nach dem 1. Viertel stand es schon 21:14. Bei der Frequenz hatten Dennis von hlsports.de und ich ja in der Pause auf ein 100 Punkte Spiel getippt 😉 Dafür hat es nicht ganz gereicht. Nach einem einzigen hin und her hiess es dann am Ende 42:49. Wie immer wurde das Spiel bei @HlCougarsFans getickert, den Spielverlauf könnt Ihr gerne dort nachlesen.

Und das allerbeste??? 

😉

Pink wohin das Auge fiel.. alles leuchtete in Pink!!

Endlich war er da, der große Tag. Breast Cancer Awareness Day!!

Morgens ging der Blick noch zum Himmel und es sah grau aus. Immer wieder kam ein leichter Regenguß runter. Na super!! Nein, ich wollte das Tailgaiting nicht schon wieder absagen.

Aber nach ein paar Stoßgebeten in Richtung Wettergott zeichnete sich in Travemünde ein etwas hellerer Himmel ab, ab und an zeigte sich doch auch tatsächlich die Sonne. Also auf in Richtung Dankwartsbrücke. Leider blieb die Gruppe klein aber fein, obwohl die Sonne rauskam und es in der Sonne wirklich zu geniessen war.

Die kleine Gruppe machte sich recht früh auf den Weg zum Buniamshof. Und der Anblick war unglaublich!!!

Das gesamte Stadion erstrahlte in pink! Luftballons, T-Shirts, Dekoration, die viel gerühmte Wein- und Sektbar, ein rosa gekreideter Platz incl. pinker Schleife und Cougarskopf und natürlich nicht zu vergessen, die Jerseys unserer Spieler.

Zu Spielbeginn gegen die Cologne Crocodiles erschienen unsere Cougars die ersten paar Minuten super nervös. Dumme Auswechsel- und Offsite-Strafen. Sollte der besondere Gameday etwas überwältigend gewesen sein? Aber die haben sich schnell berappelt und haben dann aufgedreht.

Bei twitter wurde über @hlcougarsfans über das Spiel gerichtet, von daher kommt hier keine Spielberichterfassung 😉

Und genauso wie das Spiel ins Rollen kam, wurde auch die Stimmung auf dem Buniamshof immer besser. Es war ein total entspannter und lockerer Spieltag. Die Aufregung und die positive Energie dieses besonderen Tag war wahrlich zu spüren.

Ein riesengroßes Dankeschön an das Orgateam in Bettina Wienck und Bianca Ammen. Schon in der Halbzeitpause konnte eine stolze Zwischensumme von 2.500 zu Gunsten der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. verkündet werden. Ihr ward super, wir sind soooo stolz auf Euch!!

Der einzige Wermutstropfen für mich?? Helmi habe ich nicht mit nach Hause nehmen können.. aber er hat ein gutes Zuhause gefunden!

Und schaut mal, wer es sich nicht hat nehmen lassen, unsere Aktion aus der Ferne zu unterstützen!!

Guess who ;))