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5 Fragen an …. Jan Wulf

#1 Jan WulfGestern kam die Nachricht über den Ticker, dass Jan Wulf, unsere No. 1, sich nach 17 Jahren dazu entschieden hat, seine Footballschuhe an den Nagel zu hängen. Ich habe  ihn mir gleich geschnappt, beiseite genommen, um mal ein paar ernste Takte mit ihm darüber zu reden.

Das ganze natürlich rein virtuell und ohne blaue Flecke 🙂

 

Als Ergebnis hat Jan sich als erster Teilnehmer meiner neuen Ecke „5 Fragen an…“ gestellt.

Barbara: Wie fühlst Du Dich heute am Tag 1 Deines „passiven Football-Lebens“?

Jan: Im Moment fühlt es sich einfach nur an, wie der erste Tag der Offseason nach einer langen Saison. Kein unbekanntes Gefühl also. Dass ich auf einmal Alumni bin, realisiere ich bestimmt erst im Frühjahr, wenn die Trainingcamps wieder beginnen und es langsam auf die Saison zugeht. Das wird garantiert ein merkwürdiges Gefühl sein, wenn man plötzlich nicht mehr dazu gehört.

Barbara: Wie kam es zu der Entscheidung? War das ein langer Prozess oder bist Du eines Tages aufgewacht und hast gewusst „Das war’s“?

Jan: Es war eine Entwicklung. Zum einen konnte ich meine Leistung schon immer relativ gut einschätzen und habe gemerkt, dass ich in den vergangenen Jahren der Mannschaft nicht mehr so helfen konnte, wie ich es gerne wollte. Ein großes Problem war allerdings, dass wir auf der Receiver-Position oft sehr dünn besetzt waren – und ich hätte das Team nie im Stich gelassen. Jetzt ist die Situation so, dass  mehrere super Jungs aus der U19 hochgekommen sind. Zum Beispiel Sascha Hamp und Alexander Osilik. Die haben eine große Zukunft vor sich. Jetzt kann ich beruhigt zurück treten.

Barbara: Hast Du aus den 17 Jahren einen Lieblingsmoment, den Du rauspicken kannst? Oder auch zwei oder drei?

Jan: Einen einzigen Moment herauszuheben ist ganz schwer. Ganz besonders waren immer die Zeiten, wenn ich mit meinem Bruder Ole zusammen spielen konnte. Auch an meinen Touchdown im letzten Saisonspiel gegen Köln 2014 werde ich mich immer zurück erinnern. Genau wie an das 42:21 gegen Hamburg im selben Jahr, nachdem wir bereits mit 0:21 hinten lagen. Und natürlich an meine Jugendteamzeit, als wir 2003 ungeschlagen Meister in der 1. Jugendliga wurden.

Barbara: Wie wird Dein Football-Leben als „Nichtspieler“ aussehen?

Jan: Ich habe es ja schon angedroht, dass die Mannschaft mich nicht ganz loswird. Ich bleibe Pressesprecher des Vereins und habe einige Ideen, die ich bislang schlicht nicht umsetzen konnte, weil ich eben auf dem Spielfeld stand. Darauf freue ich mich jetzt.

Barbara: Und die berühmten „letzten Worte“?

Jan: Ich möchte mich einfach bei all meinen Trainern bedanken, die so viel Zeit investieren, damit wir auf dem Feld so gut wie möglich aussehen. Allen voran möchte ich Mark Holtze, Philipp Stursberg und Sascha Modest herausheben, die den Cougars-Football so intensiv leben oder gelebt haben und damit immer persönliche Vorbilder für mich sind.

 

Vielen Dank an Jan, dass er die „5 Fragen an …“ eröffnet hat.

Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft und bin mir sicher, ich spreche für alle von Euch. Und wir sehen uns im nächsten Jahr auf der Tribüne!!

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